Allgemeines Lernen – Die Pisa-Studie

Als Pisa-Studie, „Programme for International Student Assessment“, wird die Untersuchung der Schulleistung von 15-jährigen Schülern von der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit Sitz in Paris, in allen 30 Mitgliedsstaaten bezeichnet. Hierzu finden seit dem Jahr 2000 in allen Ländern in einem Zyklus von drei Jahren Wissenstests aus verschiedenen Lernbereichen statt. Dabei werden, international festgelegte, Fragen verwendet, welche aber auch durch die Teilnehmerstaaten erweitert werden können. Somit sind, neben der internationalen Beteiligung an der Pisa-Studie, auch nationale, vergleichende Untersuchungen möglich.

Lernbereiche
Die Fragen der Pisa-Studie stammen aus den drei Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften. Zusätzlich werden aber teilweise auch Fragen aus Bereichen, wie Lernstrategien, Selbstreguliertes Lernen, Problemlösung und Informationstechnische Grundbildung, verwendet. Ziel der Studie ist zum einen ein länderübergreifender Vergleich und der Versuch, aktiv Missstände aufzudecken sowie Lösungsmöglichkeiten für eventuelle Defizite zu erarbeiten. Pro Teilnehmerland werden 5000 Schüler mit unterschiedlichen Fragen aus den jeweiligen Bereichen getestet, dass heißt es werden jeweils unterschiedliche Fragebögen ausgestellt. Die Auswertung der Fragbögen findet dann in Australien statt.

Einbezogene Faktoren
Neben dem reinen Faktenwissen und Denkvermögen der Kinder wird bei dieser Studie auch der soziale Hintergrund der Testteilnehmer untersucht. Hierzu werden spezielle Fragen zum familiären Umfeld, wie dem Beruf, der Arbeitssituation und der Herkunft der Eltern sowie zur Anzahl der Geschwister gestellt. Aus den erfassten Daten stellt man dann ein Zusammenhang zwischen dem sozialen Hintergrund und den erbrachten Leistungen her. So fand man zum Beispiel heraus, dass die Kinder von Immigranten in Deutschland sehr schlechte Leistungen erbrachten.